Qualitätssicherung 


Folgende Indikatoren nutzen wir fortwährend zur ständigen Verbesserung unserer Einrichtung:

● kollegiale Beobachtung

● kollegiale Beratung

● regelmäßige Überprüfung der Konzeption

 

Beschwerdemanagement

Unser Grundsatz: Beschweren erwünscht!

Beschwerden sehen wir als konstruktive, verwertbare Kritik, die die Qualität der  Arbeit steigern kann.

  

In unserer Einrichtung können Beschwerden von Eltern, Kindern und Mitarbeiter in Form von Kritik, Verbesserungsvorschlägen oder Anregungen ausgedrückt werden.

 

Umgang mit jeder Beschwerde ist es, die Belange ernst zu nehmen,  den Beschwerden nachzugehen, diese möglichst abzustellen und Lösungen zu finden,  die alle mittragen können.
Wir verstehen Beschwerden als Gelegenheit zur Entwicklung und Verbesserung unserer Arbeit in unseren Einrichtungen.  Darüber hinaus bieten sie ein Lernfeld und eine Chance, das Recht der Kinder auf Beteiligung umzusetzen.  Dies erfordert partizipatorische Rahmenbedingungen und eine Grundhaltung,  die Beschwerden nicht als lästige Störung, sondern als Entwicklungschance begreift.  Ziel unseres Beschwerdemanagements ist es, Zufriedenheit (wieder) herzustellen.

 

Unsere Beschwerdekultur als Mitarbeitende

 

  • Wir tragen die Verantwortung als Vorbilder in der Kita
  • Wir gehen wertschätzend und respektvoll miteinander um
  • Wir führen eine offene Kommunikation miteinander
  • Wir dürfen Fehler machen
  • Wir zeigen eine reklamationsfreundliche Haltung
  • Wir gehen sorgsam und respektvoll mit Beschwerden um
  • Wir nehmen Beschwerden sachlich an und nicht persönlich
  • Wir suchen gemeinsam nach verbindlichen Lösungen

 

 

Unser Beschwerdeverfahren für die Kinder

 

Wir regen die Kinder an, Beschwerden zu äußern,

- durch Schaffung eines sicheren Rahmens (eine verlässliche und auf Vertrauen aufgebaute Beziehung)

- in dem Beschwerden angstfrei geäußert werden können und mit Respekt und Wertschätzung angenommen und bearbeitet werden

- indem sie im Alltag der Kita erleben, dass sie bei Unzufriedenheit auch über Ausdrucksformen wie Weinen, Zurückziehen und Aggressivität ernst- und wahrgenommen werden

- indem Kinder ermutigt werden, eigene und Bedürfnisse anderer zu erkennen und  sich für das Wohlergehen der Gemeinschaft einzusetzen

- indem Pädagogen positive Vorbilder im Umgang mit Beschwerden sind und auch eigenes              (Fehl-)Verhalten, eigene Bedürfnisse reflektieren und mit den Kindern thematisieren.

 

In unserer Betreuungseinrichtung können die Kinder sich beschweren

- wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen

- in Konfliktsituationen

- über unangemessene Verhaltensweisen der Pädagogen

- über alle Belange, die ihren Alltag betreffen (Angebote, Essen, Regeln, etc.)

 

 

Die Kinder bringen ihre Beschwerden zum Ausdruck

- durch konkrete Missfallensäußerungen

- durch Gefühle, Mimik, Gestik und Laute

- durch ihr Verhalten wie z.B. Verweigerung, Anpassung, Vermeidung, Regelverletzungen, Grenzüberschreitungen

 

Die Kinder können sich beschweren

- bei den Pädagogen in der Gruppe

- in der Gruppenzeit in ihrer Gruppe

- bei ihren Freunden

- bei ihren Eltern

- bei den Küchenkräften, FSJlern

 

Die Beschwerden der Kinder werden aufgenommen und dokumentiert

- durch sensible Wahrnehmung und Beobachtung

- durch den direkten Dialog der Pädagogen mit dem Kind/   den Kindern

- in der Gruppenzeit durch die Visualisierung der Beschwerden oder Befragung

- durch die Bearbeitung der Portfolioordner

- mit Hilfe von Lerngeschichten

- im Rahmen von Befragungen

 
Die Beschwerden der Kinder werden bearbeitet

- mit dem Kind/ den Kindern im respektvollen Dialog auf Augenhöhe,  um gemeinsam Antworten und Lösungen finden

- im Dialog mit der Gruppe in der Gruppenzeit

- in Teamgesprächen, bei Dienstbesprechungen

- in Elterngesprächen/ auf Elternabenden/ bei Elternbeiratssitzungen

 

 

Unser Beschwerdeverfahren für die Eltern

 Die Eltern werden informiert über das Beschwerdeverfahren

- Beim Aufnahmegespräch

- beim Erstgespräch mit den Gruppenfachkräften

- bei Elternabenden

- bei Elternbefragungen

- im täglichen Dialog mit den pädagogischen Fachkräften

 

Die Eltern können sich beschweren:

- bei den pädagogischen Fachkräften in der Gruppe

- bei der Einrichtungsleitung

- bei den Elternvertretern als Bindeglied zur Kita

- über den Kritikkasten

- auf den Beiratssitzungen

- bei Elternabenden

- über anonymisierte Elternbefragungen

 

Die Beschwerden der Eltern werden aufgenommen und dokumentiert:

- durch sensible Wahrnehmung und Beobachtung

- im direkten Dialog

- per Telefon oder E-Mail

- über den Kritikkasten

- bei Tür- und Angelgespräche

- bei vereinbarte Elterngespräche

- durch Einbindung der Elternvertreter

- mittels Elternfrageaktionen zur Zufriedenheit mit der Kita

 

Die Beschwerden werden bearbeitet:

- entsprechend dem Beschwerdeablaufplan

- im Dialog auf Augenhöhe, um gemeinsam Lösungen zu finden

- in Elterngesprächen

- durch Weiterleitung an die zuständige Stelle

- im Dialog mit Elternvertretern/ bei den Elternbeiratssitzungen

- in Teamgesprächen/ bei Dienstbesprechungen

- in Teamleitungsrunden

- mit dem Vorstandsvorsitzenden

- auf Elternabenden

 

 

 

Wer ist Ansprechpartner für Beschwerden in persönlichen Angelegenheiten?

 

Für Kinder:  die pädagogische Fachkraft in der Bezugsgruppe, die anderen  Pädagogen in der Einrichtung, die Teamleitung, Berufspraktikanten  (Kinder klären Beschwerden in der Regel untereinander)

 

Für Eltern:  die pädagogische Fachkraft in der Bezugsgruppe, die anderen  Pädagogen in der Kita, die Teamleitungskräfte, die Elternvertreter, der Elternbeirat, die Geschäftsleitung/ der Träger

 

 Wie werden den Kindern/ den Eltern die Beschwerdemöglichkeiten  bekannt gemacht?

 Kindern:  

- Über eine adäquate Gesprächskultur in der Einrichtung

- Pädagogen nehmen die Befindlichkeiten der Kinder sensibel wahr und verbalisieren, fragen, machen ein Angebot, greifen ein, unterstützen, handeln als Vorbilder z.B. bei Auseinandersetzungen

- über Erklärungen und das Gespräch im Einzelfall

- über bewusste Visualisierung und konkrete Thematisierung in der Gruppenzeit

- in dem Mittagskreis

 

Eltern:  

- Eltern werden wahrgenommen, angesprochen (wenn sie es nicht von selbst tun),   ihre Beschwerde wird ernstgenommen und transparent bearbeitet

- bei Elterngesprächen

- auf Elternabenden

- über die Elternvertreter

- auf Elternbeiratssitzungen (Tagesordnungspunkt „Beschweren erwünscht!“)

- über Aushänge und Informationsmaterialien

- über Elternfragebogen Aktionen

 

 Unsere Herausforderungen  

  •  Wissen alle Kinder, dass sie das Recht haben, mitzuentscheiden und sich zu beschweren?
  •  Wissen alle Eltern um ihre Mitwirkungs- und Beschwerdemöglichkeiten?
  •  Was kann sie ggf. hindern, ihre Möglichkeiten zu nutzen?
  • Gelingt es uns, mit Beschwerden immer professionell umzugehen?
  • Wie wird die Qualität der Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren  in der Einrichtung geprüft und weiterentwickelt?

Für die Kinder im Rahmen von:

- Nachfragen, ob Situationen zufriedenstellend geklärt wurden

- Visualisierung der verbindlichen Absprachen (z.B. Plakat Spielzeugtag)

- Gegenseitigen Kontrollen der Einhaltung von Absprachen und Regeln

- Regelmäßigen Gruppenzeiten zum Thema Kinderrechte (z.B. Kinderkonferenz)

- Einführung der neuen Kinder in das bestehende System

- Thematisierung in Dienstbesprechungen

- Thematisierung im Fachaustausch der Teamleitungsrunde mit dem Träger

- Weiterentwicklung in Teamfortbildungen

 

Aus den Rückmeldungen erfolgt ggf. eine konzeptionelle Anpassung.

 

Für Eltern im Rahmen von:

- Tür- und Angelgesprächen

- Rückversicherungen, ob Situationen zufriedenstellend geklärt wurden

- Auswertungen der eingegangenen Beschwerden

- Anonymisierten Elternbefragungen

- Elterngesprächen

- Elternabenden

- Elternbeiratssitzungen

- Thematisierung in Dienstbesprechungen

- Thematisierung im Fachaustausch der Teamleitungsrunde mit dem Träger

- Weiterentwicklung in Teamfortbildungen

 

Aus den Rückmeldungen erfolgt ggf. eine konzeptionelle Anpassung.

 

Unsere Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren bieten vielfältige Entwicklungschancen  für unsere Einrichtungen und alle Beteiligten. 

 

Entscheidend bleibt der Anspruch, die Arbeitsfelder kontinuierlich durch Lernprozesse  zu optimieren. Alle Arbeitsabläufe müssen laufend im Dialog mit Kindern und Eltern reflektiert werden. 

 

Das erfordert eine offene Kommunikation mit allen und für alle:

Kindern, Eltern, Familien, Pädagogen, Führungskräften und dem Träger.

        

Gesetzliche Grundlagen

Unsere Ganztagesbetreuung ist an die gesetzlichen Grundlagen des Sozialgesetzbuches (SGB VIII) und des hessischen Kinder- und Jugendgesetzbuchs (HKJGB §26) gebunden. Diese haben einen allumfassenden Förderauftrag für Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder, sowie ein Recht auf Bildungschancengleichheit zum Schwerpunkt.

Weiterhin orientieren wir uns an den Fachstandards und Prinzipien des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans, der für Kinder vom ersten Lebensmonat bis zum 10. Lebensjahr lernortübergreifend angelegt wurde. Er verlangt, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen, zu akzeptieren und zu fördern.

Bei dem Verdacht der Kindeswohlgefährdung gemäß §8a SGB VIII

haben Kindertagesstätten einen Schutzauftrag den Kindern gegenüber. Die Erzieher/innen wissen was Kinder für ihre körperliche und seelische Gesundheit brauchen. Sie erkennen auch, wenn Kinder ihren Schutz verlieren und sie in Gefährdungen kommen. In diesem Fall müssen sie intervenieren und handeln, auf Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, insbesondere des §8a. Ziel ist es, Hilfe und Unterstützung für das Kind und für seine Familie einzuleiten, um dem Kind eine angemessene, gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Dafür arbeitet die Kita mit anderen Institutionen zusammen: mit dem Vorstand, mit der Kita – Fachberatung des Jugendamtes, mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst und mit der Frühförderstelle und Erziehungsberatungsstelle zusammen.

 

Vernetzung

 „Kooperation und Vernetzung mit anderen Stellen, zählen zu den Kernaufgaben aller Bildungsorte.“ (HBEP S. 122)

 

Die Ganztagsbetreuung Apfelbaum ist ein Lebensraum für junge Menschen und ihre Entwicklungsbegleiter. Die Verbindungen nach außen sind zum Wohle der Kinder vielfältig und unterstützend.

Als kleine Einrichtung genießen wir den Vorteil von kurzen Wegen und direkten Absprachen für alle beteiligten Personen und Institutionen.